Ab 1. Januar 2023 fällt der Sozialversicherungsausweis weg

Bereits seit 2012 wurde das rosa Kärtchen für den Sozialversicherungsausweis nicht mehr verschickt, sondern durch ein Anschreiben der Deutschen Rentenversicherung ersetzt.

 

Im Zuge der Digitalisierung und Entbürokratisierung wird nun der elektronische Abruf bzw. Import der Versicherungsnummer anstelle der Vorlagepflicht des SV-Ausweises eingeführt. Dieses Versicherungsnummernabfrage erfolgt in Lohnabzug auf Knopfdruck direkt im Dialogverfahren mit der Rentenversicherung, sodass eine bereits vergebene Versicherungsnummer für die oder den neue(n) Beschäftigte(n) direkt mitgeteilt und dann auch für die eigenen Stammdaten übernommen werden kann.

 

Telefonische Krankschreibung weiterhin möglich

Telefonische Krankschreibungen bei leichten Atemwegserkrankungen sind weiterhin für bis zu sieben Tage möglich. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die Corona-Sonderregelung bis 31. März 2023 verlängert.

 

Niedergelassene Ärzte müssen sich durch eine eingehende telefonische Befragung persönlich vom Zustand der Patientin oder des Patienten überzeugen. Eine einmalige Verlängerung der Krankschreibung kann telefonisch für weitere sieben Kalendertage ausgestellt werden. Der Beschluss trat zum 1. Dezember 2022 in Kraft.

 

Januar-Update (Version 33.01.00) steht bereit

Für Ihre Januar-Abrechnung haben wir das Update mit der Versionsnummer 33.01.00 inzwischen veröffentlicht. Sie finden es als Downloadfassung auf unserer Internetseite oder es wird Ihnen als Online-Update angeboten.

 

Hier sind noch einige inhaltliche Anpassungen für das Jahr 2023 vorgenommen worden und auch die wichtigsten Versandverfahren inzwischen wieder freigeschaltet. 

Wegfall der eTIN ab 2023 in der Lohnsteuerbescheinigung

Elektronische Lohnsteuerbescheinigungen, die von Arbeitgebern ausgestellt werden, dürfen für die Bescheinigungsjahre ab 2023 nur noch mit der Angabe der Steuer-Identifikationsnummer der Arbeitnehmer an das Finanzamt übermitteln werden. 

 

Die bisherige Möglichkeit, die Übermittlung alternativ mit einer sogenannten eTIN (electronic Taxpayer Identification Number) vorzunehmen, fällt ab 2023 weg. Betriebe sollten sich also darum kümmern, dass ihnen die Steuer-Identifikationsnummern aller ihrer Arbeitnehmer vorliegen.

Kindergeld 2023 steigt

Das Kindergeld wird monatlich von der Familienkasse gezahlt. Im öffentlichen Dienst übernimmt regelmäßig der Arbeitgeber die Auszahlung über die Entgeltabrechnung. Bislang war das Kindergeld, je nach Anzahl der Kinder gestaffelt. Ab 2023 wird es erhöht und vereinheitlicht. Der Bundesrat hat dem Gesetz zum Ausgleich der Inflation durch einen fairen Einkommensteuertarif sowie zur Anpassung weiterer steuerlicher Regelungen (Inflationsausgleichsgesetz - InflAusG) am 25.11.2022 zugestimmt.

 

Ab 1.1.2023 steigt das Kindergeld für jedes Kind auf monatlich 250 Euro. 

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