Kontoführungsgebühren in der Einkommenssteuererklärung absetzen

Kontoführungsgebühren absetzen zu lassen, ist in der Regel möglich. Die Höhe, in der dies gestattet ist, variiert allerdings je nach Personengruppe. Häufig fallen die Kontoführungskosten bei der Eröffnung eines Girokontos an. Solche Gebühren dienen zur Verwaltung des Kontos. Zusätzlich können zudem beispielsweise Kosten beim Geldabheben sowie Jahresgebühren für die Girocard oder die Kreditkarte anfallen.

Angestellte: Kontoführungsgebühren als Werbungskosten absetzen

Angestellte können Kontoführungsgebühren als Werbungskosten absetzen. Sofern Kontoführungsgebühren angefallen sind, kann in der Steuererklärung ein Pauschalbetrag von 16 Euro pro Jahr geltend gemacht werden. Sie werden von den Finanzämtern ohne Nachweis anerkannt. Dies gilt auch, wenn der Arbeitnehmer das Konto erst im Dezember eröffnet hat.

 

Leisten Arbeitgeber für die Kontoführungsgebühren der Mitarbeiter eine Ausgleichszahlung, können die Gebühren dennoch vom Arbeitnehmer weiterhin in der Steuererklärung angegeben werden. Die Zahlung der Kontoführungsgebühren an die Arbeitnehmer ist im Rahmen der Lohnabrechnung natürlich steuerpflichtiger Arbeitslohn und dementsprechend auch beitragspflichtig zur Sozialversicherung.

Können Rentner Kontoführungsgebühren absetzen?

Auch Rentner können die Pauschale von 16 Euro an Kontoführungsgebühren absetzen. Diese Pauschale kann als Werbungskosten bei den Altersbezügen vermerkt werden.

Kontoführungsgebühren als Vermieter absetzen

Kontoführungsgebühren über 16 Euro absetzen? Das ist beispielsweise als Vermieter möglich. Die Voraussetzung hierfür ist, dass der Mieter monatlich auf das private Girokonto des Vermieters zahlt. Hier können die Kontoführungsgebühren geschätzt werden. Sollte der Vermieter das Konto ausschließlich für die Mieteinnahmen nutzen, können Kontoführungsgebühren im vollen Umfang abgesetzt werden. Diese kann der Vermieter ebenfalls als Werbungskosten eintragen.

Kontoführungsgebühren absetzen: Optionen für Unternehmer und Anleger

Als Unternehmer lassen sich Kontoführungsgebühren grundsätzlich absetzen. Das Ausmaß richtet sich danach, ob der Unternehmer ein separates Geschäftskonto besitzt. In diesem Fall lassen sich die Kontoführungsgebühren als Betriebsausgaben verzeichnen. Tätigen Unternehmer sowohl geschäftliche als auch private Überweisungen von demselben Konto aus, können die Kontoführungsgebühren geschätzt werden. Anleger können seit 2009 die Kontoführungsgebühren nicht mehr absetzen.

Kreditkartengebühren zusätzlich zu den Kontoführungsgebühren absetzen?

Grundsätzlich lassen sich Kreditkarten- ebenso wie Kontoführungsgebühren in der Steuererklärung absetzen. Dies gilt jedenfalls so lange, wie diese beruflich genutzt werden. Als Nachweis dient die Kreditkartenabrechnung.

Kontoführungsgebühren in der Lohnabrechnung

Zahlen Sie als Arbeitgeber Ihren Mitarbeitern Kontoführungsgebühren zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn, so können Sie diese Kontoführungsgebühren als eigene Lohnart in der Gehaltsabrechnung ausweisen.

 

Legen Sie eine entsprechende Lohnart für diese Kontoführungsgebühren in einer DATALINE-Software, etwa Lohnabzug, an.

 

Bei Fragen steht Ihnen unser Service von DATALINE zur Verfügung.

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