Lohnabrechnung erstellen

Arbeitgeber sind nach § 108 GewO verpflichtet, ihren Mitarbeitern einmal im Monat eine Entgeltabrechnung, auch Gehalts- oder Lohnabrechnung genannt, zu erstellen. Diese beinhaltet alle Abzüge vom Lohn und zeigt so den Unterschied zwischen Bruttolohn und Nettolohn an. Zudem gibt die Lohnabrechnung an, wie viel der Arbeitnehmer an Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen zahlen muss und schlussendlich natürlich den Auszahlungsbetrag, den der Arbeitnehmer überwiesen bekommt.

 

Möchten Arbeitgeber eine Lohnabrechnung erstellen, muss zunächst die Form gewahrt werden. Denn die Entgeltabrechnung ist in einer Entgeltbescheinigungsverordnung reglementiert. Diese listet die erforderlichen Inhalte für eine Entgeltbescheinigung auf (§ 1 EBV).

 

Verpflichtende Angaben einer Lohnabrechnung sind beispielsweise:

Lohnabrechnung erstellen: Diese Fristen müssen Arbeitgeber beachten

Wenn Sie als Arbeitgeber eine Lohnabrechnung für Ihre Arbeitnehmer erstellen, müssen Sie sich an festgelegte Fristen halten. Für den Arbeitnehmer ist hier natürlich zunächst wichtig, dass der (im Arbeitsvertrag) vereinbarte Zahlungstermin eingehalten wird. Neben der tatsächlichen Entgeltauszahlung gibt es aber auch noch einige andere wichtige Fristen aus der Entgeltabrechnung.

 

Im Wesentlichen gilt es hier, die Zeiträume für die Lohnsteueranmeldung sowie den Beitragsnachweisen und der -abführung für die Sozialversicherung zu beachten.

 

Für die Lohnsteueranmeldung gelten Anmeldezeiträume, die sich nach der abgeführten Lohnsteuer aus dem Kalendervorjahr richten. Je nachdem muss die Lohnsteueranmeldung bis zum zehnten Tag nach Ablauf dieses Zeitraumes beim zuständigen Finanzamt eingegangen sein.

 

  • bei mehr als 5.000 € Lohnsteuer aus dem vorherigen Kalenderjahr gilt der Kalendermonat
  • beträgt die Lohnsteuer aus dem Kalendervorjahr zwischen 1.080 und 5.000 €, gilt das Kalendervierteljahr
  • liegt die Lohnsteuer des vorherigen Kalenderjahres unter 1.080 €, ist das Kalenderjahr maßgebend

Für die Beitragsnachweise zur Sozialversicherung gilt hingegen eine vorgezogene Fälligkeit. Dies bedeutet, dass Sie nicht die tatsächlichen Beiträge für den laufenden Monat erstatten müssen, sondern die voraussichtliche Beitragsschuld des jeweiligen Abrechnungsmonats. Die Beitragsnachweise müssen spätestens bis 0Uhr des fünftletzten Arbeitstages eines Monats der Krankenkasse vorliegen. Sofern diese nicht rechtzeitig eintreffen, wird die Beitragsschuld geschätzt. Die Beitragszahlung zur Sozialversicherung ist zum drittletzten Bankarbeitstag des Monats fällig, in dem die Beiträge entstanden sind. Beachten Sie, wenn Sie die Lohnabrechnung erstellen, dass der Abgabetermin der Beitragsnachweise aufgrund bundesweit nicht einheitlicher Feiertage auf unterschiedliche Daten fallen kann. Berücksichtigen Sie deshalb unbedingt den Hauptsitz der jeweiligen Krankenkasse Ihres Arbeitnehmers, da dieser für die jeweils geltenden Feiertage entscheidend ist.

 

Lohnabrechnung erstellen: Diese Fristen müssen Arbeitgeber beachten

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Natürlich erfüllt DATALINE Lohnabzug die Anforderungen zum Aufbau der Entgeltbescheinigungen nach den gesetzlichen Bestimmungen laut Entgeltbescheinigungsverordnung.

 

In Lohnabzug werden Ihnen aber auch die Termine zur Abgabe der Beitragsnachweise und Lohnsteueranmeldungen als Hinweis angezeigt. Selbstverständlich können Sie Ihre Beitragsnachweise und Lohnsteueranmeldungen mit Ihrer Lohnabrechnungssoftware von DATALINE online versenden (außer Lohn XS) und so die gesetzlichen Vorgaben bequem erfüllen. Sie haben Fragen? Unser Support ist gerne für Sie da.

 

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