Krankengeld

Mit dem Krankengeld sollen Einkommenseinbrüche aufgrund von krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit ausgeglichen werden. Es handelt sich dabei um eine Entgeltersatzzahlung der Krankenkasse nach SGB V, die grundsätzlich alle versicherungspflichtigen Arbeitnehmer (Beitragsgruppe KV: 1) erhalten. Differenziert werden muss zwischen dem Krankengeld, einer Versicherungsleistung bei Berufsunfähigkeit und der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.

 

Voraussetzungen für den Erhalt von Krankengeld ist eine krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit (§ 44 Abs. 1 SGB V), die grundsätzlich länger als sechs Wochen andauert. Das rührt daher, dass Arbeitnehmer grundsätzlich den Anspruch haben, ihr gewohntes Gehalt im Krankheitsfall bis zur einschließlich sechsten Woche (42 Kalendertage) von ihrem Arbeitgeber im Rahmen der Entgeltfortzahlung zu erhalten. Ab der sechsten Woche andauernder Arbeitsunfähigkeit springt die gesetzliche Krankenversicherung des Arbeitnehmers ein. Nach Ablauf der Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber, zahlt die Krankenkasse für gesetzlich Krankenversicherte Krankengeld.

 

Zu beachten ist, dass die Höhe des Krankengeldes höchstens 70 Prozent des gewohnten Bruttolohns beträgt und nicht mehr als 90 Prozent des Nettolohns. Zudem gilt ein gesetzlicher Höchstbetrag pro Tag der sich jährlich ändert. Die Höhe des Krankengeldes wird demnach von der Höhe des eigentlichen Lohns bedingt und daher für jede Person individuell berechnet.

 

Für die Lohnabrechnung selbst ist die Berechnung des Krankengeldes ohne Bedeutung, da die Berechnung durch die Krankenkasse erfolgt. Vielmehr kürzen Sie in der Lohnabrechnung das Gehalt um die „Krankengeld-Tage“ des Arbeitnehmers und erfassen die Fehlzeit in den Abwesenheiten.

 

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