Bedingungen eines Arbeitgeberdarlehens

Ein Arbeitgeberdarlehen ist ein Darlehen, das ein Unternehmen seinem Arbeitnehmer gewährt. Ein solches Darlehen ist meist zinsgünstiger, als eines von einer Bank, dennoch gibt es hier einiges zu beachten. So muss zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer eine Vereinbarung über die Laufzeit, Verzinsung, Tilgung und gegebenenfalls eine Sicherstellung getroffen werden. Wird eine solche Vereinbarung nicht getroffen, liegt kein echtes Arbeitnehmerdarlehen vor, sondern es handelt sich um einen steuer- und beitragspflichtigen Arbeitslohn.

Auch wenn der Arbeitgeber auf eine Rückzahlung verzichtet oder eine Teilrückzahlung vereinbart, unterliegt das Darlehen der Steuer- und Beitragspflicht. Eine Ausnahme besteht, wenn der Arbeitgeber aufgrund einer Zahlungsunfähigkeit des Arbeitnehmers auf eine Rückzahlung verzichtet.

Geldwerter Vorteil bei zinsverbilligten und zinslosen Arbeitgeberdarlehen

Für die Ermittlung des geldwerten Vorteils eines Arbeitgeberdarlehens ist es möglich, auf die Effektivzinssätze der Deutschen Bundesbank bei Vertragsabschluss abzustellen. Auf diesen Zinssatz kann ein Abschlag von vier Prozent erfolgen, wobei sich der geldwerte Vorteil dann aus der Differenz zwischen dem gekürzten Effektivzinssatz und dem Zinssatz des Arbeitgeberdarlehens berechnet.

Auch bei einem zinsverbilligten oder zinslosen Arbeitgeberdarlehen handelt es sich um einen geldwerten Vorteil, der in der Lohnabrechnung berücksichtigt werden muss. Allerdings gibt es hierbei eine Freigrenze, die es zu beachten gilt. Beträgt die Summe des noch nicht getilgten Arbeitgeberdarlehens am Ende des Lohnzahlungszeitraumes mehr als 2.600 Euro, sind die Zinsvorteile zu versteuern.

Wird diese Grenze hingegen überschritten, berechnet sich der geldwerte Vorteil des Arbeitgeberdarlehens nach dem Unterscheidungsbetrag, der zwischen dem marktüblichen Zinssatz und dem Zinssatz der zwischen dem Arbeitgeber und Arbeitnehmer vereinbart wurde, liegt.

Aus diesem Grund sollten Sie Ihrem Mitarbeiter ein Arbeitgeberdarlehen von maximal 2.600 Euro gewähren, um ihm keinen steuerpflichtigen Zinsvorteil zuzuwenden. Das gilt selbst dann, wenn Sie ein zinsloses Arbeitgeberdarlehen vereinbaren.