Personengruppenschlüssel

Einen Personengruppenschlüssel erhalten alle Personen, die ein Beschäftigungsverhältnis ausüben. Dieser ist dreistellig und gibt Aufschluss über die Art des Beschäftigungsverhältnisses. Mit einem Personengruppenschlüssel werden die Arbeitnehmer unterschiedlichen Gruppen zugeordnet.

Übersicht über die Personengruppenschlüssel

Die meisten Arbeitnehmer erhalten einen Personengruppenschlüssel mit der Nummer 101. Dies betrifft solche Personen, die sozialversicherungspflichtig sind, also grundsätzlich ein regelmäßiges Entgelt von mehr als 450 Euro im Monat erzielen, sofern nicht Gründe für die Einordnung in eine andere Gruppe vorliegen.

 

Weitere Personengruppenschlüssel sind etwa: die Nummer 102 für Auszubildende, deren Gehalt über der Geringverdienergrenze liegt oder für solche Arbeitnehmer, die in einer landwirtschaftlichen Krankenkasse versichert sind. Der Personengruppenschlüssel 103 bezeichnet Altersteilzeit-Beschäftigte, 104 Gewerbetreibende und 105 Praktikanten, die während ihrer Ausbildung ein verpflichtendes Praktikum absolvieren. Dem Personengruppenschlüssel 106 werden Werkstudenten, also solche Studenten, bei denen das Studium im Vordergrund steht und die zudem einer Beschäftigung nachgehen, zugeteilt.

 

Darüber hinaus besteht Personengruppenschlüssel 107 für Personen mit Behinderung in Werkstätten für behinderte Menschen und 108 für Menschen im Vorruhestand. 109 umfasst Menschen, die eine geringfügig entlohnte Beschäftigung oder mit der Personengruppe 110 eine kurzfristige Aushilfs- oder Saisontätigkeit ausüben. Der Personengruppe 111 sind Personen zugeteilt, die sich in Einrichtungen der Jugendhilfe befinden oder die an Reha-Maßnahmen teilnehmen. 112 beschreibt Familienmitglieder, die Mithilfe bei der Landwirtschaft leisten und 113 Landwirte mit Nebenerwerb. Der Personengruppenschlüssel 118 umfasst Menschen, die weniger als eine Woche befristet beschäftigt sind und die durch diese Beschäftigung ihren Beruf ausüben.

 

112 richtet sich an Auszubildende unterhalb der Geringfügigkeitsgrenze; andernfalls ist Personengruppenschlüssel 102 einschlägig. 119 ist der Personengruppenschlüssel für Rentner oder Bezieher einer Beamtenpension. Personengruppenschlüssel 123 betrifft solche Personen, die ein freiwilliges soziales Jahr oder den Bundesfreiwilligendienst verrichten. Der Personengruppenschlüssel 124 erfasst Heimarbeiter, die im Krankheitsfall keinen Anspruch auf Entgeltfortzahlung haben, 127 Menschen mit Behinderung, die in einer Werkstatt in einem Integrationsprojekt tätig sind. Die Schlüssel 140 bis 143 richten sich ausschließlich an Seeleute.

 

Personen mit dem Schlüssel 190 sind nur unfallversicherungspflichtig. Des Weiteren sind Personen, die den Schlüssel 0 erhalten, nicht sozialversicherungspflichtig.

Personengruppenschlüssel: Änderungen ab 2020

Mit dem 01.01.2020 wurde der Personengruppenschlüssel 117 für Menschen in einer unständigen Beschäftigung, die nicht berufsmäßig ausgeübt wird, eingeführt. Der Personengruppenschlüssel 118, der bisher „unständig Beschäftigte“ erfasste, wurde für „berufsmäßig unständig Beschäftigte“ angepasst.

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