Entgeltfort­zahlungsgesetz

Das Entgeltfortzahlungsgesetz regelt die Zahlung des Arbeitsentgelts an gesetzlichen Feiertagen, die Fortzahlung des Arbeitsentgelts im Krankheitsfall an Arbeitnehmer sowie die wirtschaftliche Sicherung im Bereich der Heimarbeit für gesetzliche Feiertage oder im Krankheitsfall. Das Entgeltfortzahlungsgesetz zählt damit zu den wichtigsten Elementen der sozialen Sicherung. Es gilt prinzipiell für alle Arbeitnehmer der Bundesrepublik Deutschland unabhängig von Art und Umfang ihrer Beschäftigung. So sind ebenfalls Heimarbeit und Minijobs im Entgeltfortzahlungsgesetz inbegriffen.

 

Entgeltfortzahlungsgesetz: Anspruch und Leistung

Das Entgeltfortzahlungsgesetz sieht eine Entgeltfortzahlung für Arbeitnehmer bis zu einer Dauer von sechs Wochen vor, insofern die Arbeitsunfähigkeit infolge einer Krankheit ohne das Verschulden des Arbeitnehmers eingetreten ist. Anspruch auf Entgeltfortzahlung besteht, wenn das Arbeitsverhältnis mindestens vier Wochen bestanden hat, also ab dem 29 Kalendertag.

 

Neben dem Anspruch thematisiert das Entgeltfortzahlungsgesetz die Höhe des zu zahlenden Arbeitsentgelts. Demnach erhalten Arbeitnehmer grundsätzlich 100 Prozent ihres Arbeitsentgelts, das Sie erhalten hätten, wenn Sie die Arbeitsleistung erbracht hätten. Dazu gehört der Monats-, Wochen-, Tages-, Stunden- oder der Akkordlohn. Zur Berechnung der Entgeltfortzahlung werden zudem weitere Vergütungsbestandteile wie vermögenswirksame Leistungen, Provisionen, Lohnerhöhungen oder -minderungen sowie Zulagen für Nacht-, Sonntags- sowie Feiertagsarbeit herangezogen.

 

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