Abrechnung von Werkstudenten

Bei der Abrechnung von Werkstudenten ergeben sich für Arbeitgeber einige Vorteile gegenüber anderen Beschäftigungsformen. Grundsätzlich haben Sie verschiedene Möglichkeiten, einen Studierenden zu beschäftigen. Bei einem Verdienst von maximal 450 Euro pro Monat erfolgt eine geringfügige Beschäftigung. Zudem können diese als kurzfristig Beschäftigte für höchstens drei Monate beziehungsweise 70 Arbeitstage angestellt werden.

 

Die Beschäftigung als Werkstudent ergibt für Arbeitgeber den größten Kostenvorteil. Bis auf die Beiträge zur Rentenversicherung entfallen hierbei die anderen Abgaben zur Sozialversicherung (Kranken-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung). Verdient ein Studierender mehr als 450 Euro, entfällt der Anspruch auf die Familienversicherung in der Krankenversicherung. Diese müssen sich dann selbst über die Krankenversicherung der Studenten versichern. Arbeitgeber haben hierbei keine Beiträge zu leisten.

 

Welche Richtlinien müssen bei der Anstellung von Werkstudenten eingehalten werden?

Während der Vorlesungszeit dürfen Werkstudenten nicht mehr als 20 Arbeitsstunden pro Woche leisten. In der vorlesungsfreien Zeit sind mehr Stunden möglich. Wieviel ein Studierender hierbei verdient ist unerheblich. Befindet sich der Verdienst innerhalb der Gleitzone zwischen 450,01 und 850 Euro, zahlt der Werkstudent entsprechend niedrigere Sozialversicherungsbeiträge. Für den Arbeitgeber bleibt es dabei aber bei der Beitragsberechnung aus dem tatsächlich erzielten Entgelt. Arbeitet ein Studierender mehr als 20 Stunden je Woche ist dieser voll sozialversicherungspflichtig und muss entsprechend angemeldet werden. Dann fallen die üblichen Abgaben für Arbeitnehmer und Arbeitgeber an.

 

Der Anteil zur Rentenversicherung, den Arbeitgeber bei der Abrechnung von Werkstudenten zu leisten haben liegt bei 9,3 Prozent (2018). In gleicher Höhe wird dieser vom Studierenden getragen. Die Meldung zur Sozialversicherung bei Beschäftigungsbeginn erfolgt über den Beitragsgruppenschlüssel 0100. Arbeitgeber sollten sich regelmäßig über den momentanen Stand des Studierendenstatus erkundigen. In den Gehaltsunterlagen sollten sich aktuelle Immatrikulationsbescheinigungen, Hinweise zu weiteren Beschäftigungen sowie der Arbeitsvertrag mit Beginn und Ende des Arbeitsverhältnisses, sofern dieses befristet ist, befinden. Dadurch können Sie im Rahmen einer Betriebsprüfung durch den Rentenversicherungsträger die Versicherungsfreiheit von angestellten Studierenden aufzeigen.

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