Sonstiger Bezug

Der lohnsteuerliche Begriff „sonstiger Bezug“ entspricht im Grunde den sozialversicherungsrechtlichen Termini „Einmalzahlung“ beziehungsweise „einmalige Zuwendung“ und ist vom laufenden Arbeitslohn abzugrenzen. Unter letzterem versteht man die regelmäßige Vergütung in einem ordentlichen Arbeitsverhältnis für die Arbeitsleistung während der üblichen Lohnzahlungszeiträume. Auch wenn die Bezüge in ihrer Höhe schwanken, zum Beispiel aufgrund von unterschiedlicher Stundenanzahl bei Stundenlöhnern oder laufender Umsatzprovision, gehören sie zum laufenden Arbeitslohn. Es geht dabei um die Zuordnung der Vergütung zu der konkreten Abrechnungsperiode. Sonstige Bezüge hingegen können nicht der Arbeitsleistung einer konkreten Abrechnungsperiode zugeordnet werden. Zu den Einmalzahlungen zählen unter anderem einmalige Zahlungen aus einem besonderen Anlass oder Zahlungen, die zu einem bestimmten Zweck gewährt werden. Das sind beispielsweise Tantiemen, Weihnachtsgelder, Urlaubsgelder, Abfindungen, 13. Monatsgehälter und ähnliches.

 

Im Hinblick auf sonstige Bezüge ist die Lohnsteuer stets in dem Zeitpunkt einzubehalten, in dem sie zufließt. Dies wird als Zuflussprinzip bezeichnet und wird in der DATALINE Lohn- und Gehaltssoftware berücksichtigt.

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