Beitragszuschlag zur Pflegeversicherung für Kinderlose

Der Beitragszuschlag zur Pflegeversicherung muss von kinderlosen Mitarbeitern ab Vollendung des 23. Lebensjahres geleistet werden. Dieser beläuft sich auf 0,25 Prozent des beitragspflichtigen Entgelts. In der Regel führt der Arbeitgeber den Beitragszuschlag zusammen mit den übrigen Sozialversicherungsbeiträgen an die zuständige Krankenkasse ab. Dies gilt sowohl für Pflichtversicherte als auch für freiwillig Versicherte. Der Beitragszuschlag zur Pflegeversicherung muss allein vom Versicherten getragen werden. Der Beitragszuschlag zur Pflegeversicherung wird in der Lohn- und Gehaltsoftware automatisch bei der Lohnabrechnung berücksichtigt.

 

Kinderlose Mitarbeiter brauchen unter den folgenden Bedingungen den Beitragszuschlag zur Pflegeversicherung nicht zu zahlen: Der Arbeitnehmer ist vor 1940 geboren. Der Beitragszuschlag zur Pflegeversicherung ist auch nicht zu zahlen, wenn Wehr- oder Bundesfreiwilligendienst geleistet wird, ALG II oder Leistungen nach dem SGB III bezogen werden.

 

Sobald Arbeitnehmer Eltern werden, muss dem Arbeitgeber ein Nachweis der Elterneigenschaft vorgelegt werden, damit die Lohnabrechnung angepasst werden kann. Hierfür gilt ab der Geburt des Kindes eine Frist von drei Monaten. Bei fristgerechtem Nachweis entfällt der Beitragszuschlag ab dem Geburtsmonat, bei Fristüberschreitung ist die Zuschlagszahlung erst im Folgemonat hinfällig.

 

Die folgenden Möglichkeiten werden als Nachweise der Elterneigenschaft anerkannt:

 

  • (internationale) Geburtsurkunden
  • Abstammungsurkunde
  • Auszug aus dem Familienstammbuch
  • steuerliche Lebensbescheinigung des Einwohnermeldeamtes
  • Adoptionsurkunde
  • Erziehungsgeldbescheid
  • Kindergeldbescheid
  • Urkunde zur Feststellung oder Anerkennung der Vaterschaft
  • Bescheid über Bezug des Muttergeldes

 

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