Mindestlohn bundesweit seit 2015 – aber nicht für jeden

Seit dem 1. Januar 2015 gilt in Deutschland flächendeckend ein Mindestlohn. Der Mindestlohn gilt für alle Arbeitnehmer über 18 Jahre, mit Ausnahme Auszubildende nach dem Berufsbildungsgesetz und Langzeitarbeitslose während der ersten sechs Monate ihrer neuen Beschäftigung. Außerdem sind Praktikanten, die ein Pflichtpraktikum im Rahmen einer schulischen oder hochschulischen Ausbildung absolvieren ausgenommen. Auch bei einem freiwilligen Praktikum, das weniger als drei Monate dauert, muss kein Mindestlohn gezahlt werden. Ebenfalls keinen Anspruch haben ehrenamtlich Tätige und Jugendliche, die an einer Berufsausbildungsvorbereitung teilnehmen. Alle anderen Personenkreise wie Minijobber oder Rentner müssen den Mindestlohn erhalten. Neben der Einführung des Mindestlohns besteht seit 1. Januar 2015 in allen sofortmeldepflichtigen Betrieben die gesetzliche Verpflichtung, die Arbeitszeiten für alle Beschäftigten konkret aufzuzeichnen (Beginn, Ende und Dauer der Arbeitszeit). Für die geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse (Minijobber und Kurzfristige) gilt die Aufzeichnungspflicht in allen Betrieben. Für Betriebe mit einem Branchen-Mindestlohn nach dem Arbeitnehmer-Entsendegesetz gilt die Aufzeichnungspflicht der Arbeitszeiten ebenfalls. Die Einhaltung der Mindestlohn-Bestimmungen prüft der Zoll (Finanzkontrolle Schwarzarbeit).

 

Mindestlohn 2019

Ab 1.1.2019 beträgt der allgemeine Mindestlohn 9,19 Euro je Stunde.

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